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Langfristiger Erfolg der Holzmobilisierung in der Schweiz

Im Auftrag des >>Bundesamts für Umwelt (BAFU) im Rahmen des Aktionsplans Holz

«Ich bin mit gemischten Gefühlen an den Workshop gekommen. Abschliessend kann ich aber feststellen: Mittels Netmapping ist es uns gelungen, unsere sehr komplexe – und durchaus auch schwierige – Herausforderung gemeinsam im Team transparent zu machen. Dank der umfassenden Dokumentation und Visualisierung können wir diesen Prozess nun auch für Dritte „greifbar“ machen.»
Andy Hitz, Vizepräsident >>Forstunternehmer Schweiz FUS

Challenge / Auslöser

Die Schweizer  Waldwirtschaft ist durch ihre Kleinstrukturiertheit gekennzeichnet, weshalb häufig kein wirtschaftliches Interesse am Waldeigentum  besteht. Daher fehlen vielfach auch Know-how und Ausrüstung für eine effiziente Holzbereitstellung. Die Holznutzung unterbleibt in vielen Fällen. Da zum Thema Holzmobilisierung schon zahlreiche Analysen mit ähnlichen Ergebnissen erstellt wurden und die Umsetzung nur in kleinen Schritten vorankam, entschied die Begleitgruppe des Aktionsplans Holz das Thema mit der Methode Netmapping anzugehen.

Schwerpunkte des Auftrags

  • Relevante Zusammenhänge einer langfristig erfolgreichen Holzmobilisierung eruieren und visualisieren
  • Mithilfe eines Cockpits den konkreten Handlungsbedarf ableiten
  • Massnahmen und Aktionen inkl. den verantwortlichen Bereichen definieren

Vorgehen in der Umsetzung

Netmapping auf der Zeitachse: Case Holzmobilisierung

Für die Workshops wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus verschiedenen Vertretern der Schweizer Waldwirtschaft, der Holzindustrie und der Hochschulen eingeladen.

  1. Im ersten Workshop wurden die wesentlichen Erfolgsfaktoren der Holzmobilisierung hergeleitet. Anschliessend hat die Arbeitsgruppe die Zusammenhänge dieser Erfolgsfaktoren mit Hilfe von Ursache-Wirkungs-Beziehungen bis hin zur Erfolgslogik ausgebaut.
  2. In einem nächsten Schritt wurden für die relevanten externen Einflussfaktoren optimistische, pessimistische und wahrscheinliche Szenarien inkl. Chancen und Gefahren erarbeitet.

    «Auch wenn die Arbeit an den Szenarien zu Beginn etwas abstrakt war, empfand ich dieses Modul als sehr wertvoll: Gerade die gemeinsame Einschätzung der ganz konkreten Chancen und Gefahren für unser System machte das Modul spannend.»
    Dr. Bernhard Pauli, Professor für forstliche Betriebslehre und Verfahrenstechnik an der >>Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften, Zollikofen

  3. Im nächsten Schritt wurden Ziel- und Ist-Werte für die Erfolgsindikatoren erarbeitet und Signalfarben vergeben, um kenntlich zu machen, wie gross der Handlungsbedarf ist. Ausserdem wurden die Masseinheit (Zahlen, Noten) sowie das Messverfahren festgelegt. Dadurch konnte beispielsweise aufgezeigt werden, dass bezüglich dem Wissen der Waldbesitzer und Betriebsleiter grosser Handlungsbedarf (=rote Signalfarbe), bezüglich der Forstdienste ein mässiger (=gelbe Signalfarbe) und bezüglich der Forst-Unternehmer wenig Handlungsbedarf (=grüne Signalfarbe) besteht (vgl. nachfolgende Abbildung).

    Aus der Erfolgslogik als Management-Cockpit (vgl. Abbildung unten) konnte nun herausgelesen werden, bei welchen Hebeln die Handlungen ansetzen müssen.
     
  4. Um die Ziele zu erreichen, wurden bei den Hebeln mittels einer Stärken-/ Schwächen-Analyse Massnahmen und Aktionen inkl. der Verantwortlichkeiten definiert. Anschliessend hat das Projektteam die Massnahmen für die Umsetzung priorisiert.
     

«Das Ableiten der Massnahmen fiel uns aufgrund des vorher definierten Handlungsbedarfs erstaunlich leicht. Durch Rückwärtslesen der Erfolgslogik wurde schnell deutlich, was bei welchem Hebel zu tun war. Besonders gefiel mir aber: Durch den gemeinsamen Entwicklungs-Prozess wurde allen Beteiligten klar, welche Massnahmen prioritär umzusetzen sind. Dies schaffte Verständnis und Akzeptanz innerhalb des Teams.»
Andreas Götz, Vizedirektor Bundesamt für Umwelt, Vorsitz >>Aktionsplan Holz

Erreichte Veränderungen

  • Die komplexe Herausforderung wurde in der  aus Anspruchsgruppen zusammengesetzten Arbeitsgruppe transparent gemacht und die Lösung dadurch breit abgestützt.
  • Dank der  Visualisierung der Zusammenhänge und der umfassenden Dokumentation wurden der Prozess und das Thema auch für Dritte nachvollziehbar.
  • Ein priorisierter Massnahmenkatalog mit Verantwortlichkeiten wurde verabschiedet.

Ihr Nutzen durch Netmapping

  • Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Anspruchsgruppen (Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner, etc.) eine breit abgestützte Visualisierung Ihres langfristigen Erfolgs.
  • Erkennen Sie gemeinsam die komplexen Systemzusammenhänge der anstehenden Herausforderungen.
  • Gehen Sie Ihre komplexen Herausforderungen methodisch an und entwickeln Sie fundierte Ziele und Massnahmen.
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Ihr Ansprechpartner

Jürg Honegger
Jürg Honegger
Netmapping-Moderator

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+41 43 4 330 330

Diesen Netmapping-Case finden Sie als PDF im >>Downloadbereich.